Die Macht negativer Gedanken

Kaum jemand oder etwas im Leben eines Menschen hat soviel Macht über ihn wie seine eigenen Gedanken.

  • Über Freude oder Furcht,
  • Sie bestimmen über Wohlbefinden oder Unbehagen.
  • Zuversicht oder Zukunftsangst.

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Viele von uns sind wahre Meister in der Erfindung von ausschließlich runterziehender Gedanken.

Aber warum? Warum fällt es uns irgendwie leichter, uns selber mit absurden Vorstellungen und Ängsten - die wenigsten davon sind real - zu quälen, anstatt den Moment, den Augenblick zu genießen und die Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge zu lenken?

Ängste, die einem gewisse Sicherheit geben. Dieses ständige "sich-Sorgen-machen", eine negative Sicherheit, aber immerhin irgendeine Sicherheit. Fast schon möchte man meinen, es sei ein Ritual.

Es ist nicht ratsam, weil selten zielführend nach dem WARUM zu fragen. Wichtig ist vielmehr die Frage, wie können wir damit umgehen? 

Denn die Ursachen dafür liegen in unserer persönlichen Geschichte und diese ist eine unabänderbare Tatsache. Es sind die vielen kleinen Bausteine, die uns geprägt haben, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Die guten und die weniger guten...Wir tragen sie in unserem unsichtbaren Rucksack immerzu mit uns...Die angenehmen, schönen Bausteine machen sich zum Beispiel oft in guten Erinnerungen bemerkbar. 

Noch öfter jedoch "drücken" uns die anderen Bausteine. Sie bringen Konflikte und Ängste an die Oberfläche, die aus unserer (frühesten) Kindheit stammen. Deshalb wirken sie auch so bedrohlich. Obwohl nicht immer eine direkte Verbindung oder Erinnerung an die ursächliche angstauslösende Situation besteht. Unser Verstand verpackt sie einfach in alle möglichen Sorgen. In einer Spirale aus Negativ-Gedanken.

 

Womit wir dann auch schon beim Thema "Stress / Entspannung" wären.

Denn es sind fast immer diese fiesen, uns innerlich geprägten Verspannungen, die uns früher oder später dazu zwingen, auch die körperlichen Zeichen wahrzunehmen.  Denn wie bereits erwähnt, gehen körperliche Verspannungszustände mit den seelischen Hand in Hand.

Irgendwie auch logisch. Wer jeden Tag in diesem Hamsterrad aus zermürbenden Gedanken und sorgenvollen "was wäre wenn" Gedanken gefangen ist, dem muss das irgendwann zwangsläufig auf den Magen schlagen, an die Nieren gehen, Kopfzerbrechen bereiten,...

Was tun?

Schokolde essen? In eine Decke einwickeln und in die hinterste Ecke des Sofas verkriechen? Löcher in die Luft starren? Vielleicht in Panik verfallen, weil soviel Angst und Sorgen irgendwann nicht mehr auszuhalten sind? 

Man könnte versuchen, es mit Sport in den Griff zu bekommen? Davonlaufen kann den eigenen Gedanken und der eigenen Geschichte ja niemand, aber es verschafft einem doch kurz das Gefühl, einen gewissen Vorsprung zu haben.

Vielleicht sind Entspannungsübungen der vorsichtige Anfang, mehr über sich selbst und seine Ängste zu erfahren. Sie zu entdecken, sie zu akzeptieren. Sich ihnen aber nicht auszuliefern.

letzte Änderung dieses Artikels: 21.01.2016 22:19